EIGENPRODUKTION

Transit

nach dem Roman von Anna Seghers

Dramatisiert von Reto Finger – Verlag Gustav Kiepenheuer Berlin
Für das Theater SPIELRAUM bearbeitet von Nicole Metzger

Anna Seghers Roman „Transit“ handelt von Flüchtlingen, die im Marseille der 1940er-Jahre auf eine Reisemöglichkeit nach Übersee warten. Ihr Leben ist eine ständige Jagd nach den nötigen und nie vollständigen Papieren. Die zermürbende Unsicherheit, was die Zukunft bringen wird, lässt sie in einer Zwischenwelt leben, leicht verliert sich das Gefühl für die Wirklichkeit und für Zweck und Ziel der Flucht. Kafkaeske Begegnungen fühlen sich in dieser Stimmung des Übergangs leicht wie Liebe an, ein irrwitziger und zeitloser Totentanz der „Abfahrtsbesessenen“ beginnt.

„Ein Transit, das ist die Erlaubnis, ein Land zu durchfahren, wenn es feststeht, dass man nicht bleiben will.“

Kritik

Dieser Abend bietet all‘ das was ich mir wünsche - die packende Dramatisierung eines ohnehin grandiosen Textes - eine ganz fabelhaft gearbeitete Regie- wunderbar intensives Schauspiel- ganz sensationell: Bühne, Kostüme, Licht (...) Zusammengefasst, im kleinen Spielraum wird ganz großes Theater geboten!
"Transit“ dreht sich (…) um diese oft schier unendlich lange dauernde Phase einer Zwischenwelt, des Waaaaarten-müssens, des Ausgeliefertseins den Schikanen von Bürokrat:innen (…) Und genau das – samt der hin und wieder aufpoppenden Situationskomik oder des einen oder anderen Wortwitzes, Sprachspiels – vermittelt nicht nur der Text (Dramatisiert von Reto Finger), sondern auch die Inszenierung (Nicole Metzger) im kleinen, feinen Theaters Spielraum (Motto: „Wir nehmen Texte beim Wort“). (….)„Transit. Vergangenheit und Zukunft. Und in der gewöhnlichen Sprache Gegenwart“, intoniert der Chor knapp vor dem Ende – und verstärkt damit auch die teils skurrile, fast absurde und doch sehr nahegehende Art der Erzählung – im Roman und auf der Bühne.

Publikumsstimmen

Die bittere Wahrheit ist als Groteske maskiert, nicht überhöht, nur anders angezogen, geschwärzt....... Beinahe wäre es sich ausgegangen, beinahe wären sie raus gekommen, beinahe hätte er überlebt, beinahe hätte ich ihr die Wahrheit gesagt. ... beinahe ist man froh, wenn das Stück aus ist, denn beinahe unterläuft diese Inszenierung unsere Abstumpfung.
Danke für diesen Abend, auch wenn er im eigenen Gewissen wehtut. Ich bin immer wieder der naiven Ansicht, dass Kunst etwas bewegen (wollen) sollte. Mich hat es heute bewegt
M.P. 10.1.22 per mail
TRANSIT war sehr beeindruckend und großartig gespielt. Die schwarze anonyme Masse - gelegentlich durch einfache Attribute personalisiert -hat das Grauen (unverändert leider immer noch gültig) auf den Punkt gebracht... Kultur pur auf höchstem Niveau, CHAPEAU!
H.G. 17.1.22, per mail
transit hat mir wesentlich mehr als bloss gefallen, ist mMn eine der besten spielraum-produktionen der letzten jahre!!!! thematisch-inhaltlich passt voll zu eurem programm, als inszenierung ist es aber recht innovativ. (...) ganz schön viel getraut!!!!!! kostüme und bühne sind sensationell, und dass ich auf choreinsätze stehe, habe ich schon(...)verraten... darum... ???? ich komme wieder!
I.S. 20.1.22 per mail
Es war grandios ???????????????????? Tolle Schauspieler, tolle Inszenierung, sehr passende Bühne, Kostüme, Choreografie - einfach super ????
D.M. 5.2.22 per mail

Termine

Montag 10. Jänner 2022
jeden Montag im Oktober

Schauspiel

Christian Kohlhofer
Veronika Petrovic
Johannes Sautner
Samuel Schwarzmann

Produktion

Inszenierung:
Nicole Metzger
Bühne/Kostüm:
Anna Pollack
Outside eye Choreographie:
Ruth Biller
 
Licht:
Tom Barcal
Abendtechnik:
Daniel Leitner
Foto:
Barbara Pálffy
Dauer:
90 min