Kritik
Eine emotionale Achterbahn...und die zwei Protagonist*innen sensationell...auch im Spiel, bis in alle Facetten der starken Emotionen hinen...die musikalische Leitung ...Benhard Jaretz mit der ihm eigenen höchsten Musikalität und jener Enrsthaftigkeit, die ich so liebe... Letztverantwortlich, vond er Entdeckung des genialen Stücks bis zur fabelhaften Regie Robert G. Neumayr ... schon wieder eine schlicht perfekt geniale Eigenproduktion.
Umgeben von drei Bücherregalen ... gelingt Jastraunig und Müller das gewissen Etwas, für das es keine Worte gibt. In dieser intimen Umgebung spielen beide ohne Mikrofone oder andere technische Hilfsmittel, mit natürlicher Einfachheit und Ehrlichkeit. Neumayr ebnete seinen Schauspielern den Weg und ermöglichte ihnen, tief in die Achterbahnfahrt der Emotionen einzutauchen...Theater bildet, Theater lehrt, und mit JOHN & JEN lehrt es uns, wie wichtig es ist, zu vergeben und seinen Lieben zu sagen, wie sehr man sie liebt, selbst nach einem Streit, denn man weiß nie, ob dieser Abschied nicht der letzte sein könnte ... Neumayr hat es wieder geschafft, er hat ein weiteres Off-Musical zum Leben erweckt (diesmal mit jeder Menge Kostümen, ein großes Lob an die Kostümdesignerin Anna Pollack für diesen unglaublich authentischen 80er-Jahre-Look, den niemand freiwillig tragen würde) – mit Authentizität, Charme und jeder Menge Herz. Jastraunig und Müller harmonieren perfekt miteinander, als Schwester und Bruder und als Mutter und Sohn, eine ehrlich herzerwärmende Darbietung. Das sollte man gesehen haben, nicht nur als Musical-Fan.
JOHN & JEN: Von großer Schwester zu Helicoptermom (...) von Andrew Lippa und Tom Greenwald zu einem hinreißenden Musical für zwei Personen und einem Trio aus Klavier, Cello und Schlagzeug verdichtet. In der Intimität des Theaters Spielraum ging am 18. Jänner 2026 die österreichische Erstaufführung in der Übersetzung von Timothy Roller erfolgreich über die Bühne. (...) Dank der Gesangsstimmen der beiden, sie haben beachtliche „Röhren“, erinnern die Solonummern an gestandenes Musical, in dem die kleine Welt dieser durchschnittlichen amerikanischen Familie einer Gesellschaft, die derzeit eher sorgenvoll nach drüben blickt, in einer nachvollziehbaren, sehr menschlichen Weise nachgebracht wird
ein berührendes, wie humorvoll unterhaltendes Kammermusical (...)Wie in einem Zeitraffer werden rund 40 Jahre amerikanische Zeitgeschichte auf die Bühne gebracht (...) Denise Jastraunig und Lukas Müller überzeugten in ihren Rollen als Jen (Schwester und Mutter) und John (Bruder und Sohn) ... Prädikat: Besonders wertvoll!
In der sehr intimen Inszenierung von Robert G. Neumayr überzeugten die beiden Protagonist*innen durch die glaubwürdige Darstellung ihrer Figuren in verschiedenen Altersstufen. ... Die musikalische Begleitung übernahm ein exzellentes Trio aus Piano (Bernhard Jaretz, musikalische Leitung), Cello (Margarethe Vogler / Maike Clemens) und Percussion (Fabian Ratheiser / Marco Lentner). (...) 4,5 von 5 Punkten
ein Kammermusical, das konsequent auf die Intimität zweier Stimmen, eines Pianos (auch musikalische Leitung Bernhard Jaretz), Cello (Margarethe Vogler/Maike Clemens) und Schlaginstrumente (Fabian Ratheiser/Marco Lentner) setzt. (...) Nicht das Spektakel, sondern die präzise seelische Vermessung familiärer Bindungen steht im Zentrum. (...) Im Zusammenspiel entwickeln beide [Denise Jatraunig und Lukas Müller] eine feinsinnige Bühnenchemie. (...)eine kreative Inszenierung von Robert G. Neumayr als präzise komponierte Studie über Bindung und Selbstbehauptung. Seine Stärke liegt (...) in der stillen, insistierenden Genauigkeit, mit der er emotionale Prozesse nachzeichnet, eine konzentrierte Demonstration der Ausdruckskraft musikalischen Erzählens. Denise Jastraunig und Lukas Müller vermögen (...) die Regienanweisungen schauspielerisch exzellent umzusetzen.
Was die 68er-Bewegunge vielleicht erstmals groß thematisiert hat – alles Private ist politisch – vermittelt das Kammermusical durch (Lied-)Texte, Schauspiel und Musik (...)
Sowohl Denise Jastraunig als auch Lukas Müller gelingt es einerseits den doch raschen Alterswandel – von (Klein-)Kind zu Jugendlicher bzw. Jugendlichem, sie auch noch zur reifen Erwachsenen – über Schauspiel glaubhaft (...) darzustellen. Und die beiden lassen die gefühlsmäßigen Windungen (...) entsprechend spüren.