EIGENPRODUKTION

EINE BLASSBLAUE FRAUENSCHRIFT

von Franz Werfel

Wien, im Oktober 1936.  Leonidas feiert seinen 50. Geburtstag und seine Beförderung zum Sektionschef im Ministerium für Kultus und Unterricht. An der Seite seiner reichen Frau Amelie genießt er das Leben. Doch unter den Gratulationsbriefen findet sich einer, der ihn völlig aus der Bahn wirft. Vera Wormser, seine ehemalige Geliebte, wendet sich mit der Bitte an ihn, einen jungen Juden zu protegieren, der in Deutschland die Schule  aufgrund der nationalsozialistischen Rassengesetze nicht mehr besuchen darf. In Österreich schielt man allzu willfährig auf die politische Wetterlage  beim großen Nachbarn. Doch Leonidas hält es plötzlich für denkbar, aus dieser Angepasstheit und seiner persönlichen Bequemlichkeit auszubrechen…
Franz Werfels Erzählung ist erstmals während des Zweiten Weltkriegs in Buenos Aires erschienen. Fast nebenbei wird diese hochpsychologische Geschichte zu einer politischen Parabel über Feigheit und Verdrängung und weist damit über die historische Verortung hinaus: „Kein Mensch kann zwei Leben leben.“

Kritik

...verblüffende Paralellen zu unserem Zeitgeschehen.. .Angst vor dem sozialen Abstieg... Die unprätentiöse Spielweise, handwerklich gut im Spiel des Ensembles umgesetzt, folgt jener von Franz Werfel...

Termine

27. Oktober 2016 (Premiere)
28. ,29. Oktober, 3., 4. , 8. bis 26. November, Dienstag bis Samstag, jeweils 19.30h

Schauspiel

Max G. Fischnaller
Tristan Jorde
Katharina Köller/Anja Waldherr (25./26.11.)
Dana Proetsch
Robert Stuc

Produktion

Inszenierung und Stückfassung:
Nicole Metzger
Bühne:
Harald Ruppert/Kristof Kepler
Kostüm:
Anna Pollack
Licht:
Tom Barcal
Fotos:
Barbara Pálffy