EIGENPRODUKTION

DIE ALTE JOHANNA

nach dem Roman von Renate Welsh

„Das wär ja noch schöner, wenn ledige Kinder schon was wollen dürfen!“ – Dieser Satz des ersten Dienstherrn brennt sich in das Gedächtnis der jungen Johanna ein. Als alte Frau, Mutter, Großmutter, Urgroßmutter, nun allmählich auf Hilfe angewiesen, zieht sie zu ihrer Tochter Martha. Diese massive Veränderung läßt die Geister der Vergangenheit noch einmal erscheinen.

Zu ihrem erfolgreichen Roman JOHANNA hat die österreichische Autorin Renate Welsh vor wenigen Jahren eine Fortsetzung geschrieben. Die ehemalige Dienstmagd, die so gern etwas gelernt hätte und der der Zugang zu formaler Bildung verweigert wurde,kann  allen Widrigkeiten zum Trotz auf ein Leben zurückblicken, in dem sie ihren Platz gefunden hat und eindeutig „jemand“ ist. Widerständig, zornig und gar nicht altersmilde setzt sie sich noch einmal mit Erinnerungen auseinander, die ungerufen daherkommen und nicht nur über ein Einzelschicksal, sondern das einer ganzen Frauengeneration von den 1930er bis in die 1990er Jahren erzählen.

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Kritik

Renate Welsh nach der Premiere beim Schlussapplaus, 15.4.2026
Ihr habt die Johanna, die für mich immer noch lebendig ist, noch lebendiger gemacht. Ich finde es großartig, vielen Dank. (...) Ihr wart's unglaublich toll!
Puzzlestück einer Biografie. In „Die alte Johanna“ kehrt Renate Welsh zur Protagonistin ihres Romans „Johanna“ zurück. Von der Schufterei auf dem Hof über die NS-Zeit bis ins Alter schildert die österreichische Autorin die Geschichte eines Kindes, das sich vom Rand in die Mitte der Gesellschaft kämpft. Nicole Metzger adaptiert den Stoff im Theater Spielraum zügig und jongliert Tragik mit ulkiger Komik. Fanny Fuhs, Mara Christine Koppitsch und Brigitte West schwingen synchron die Besen, ehe sie sich aufspalten: in die junge Johanna, jene in der Lebensmitte und die alte. Die Zeitebenen purzeln durcheinander und vereinigen sich zu einer starken Frauenbiografie, die politische Entwicklung Österreichs schwelt stets im Hintergrund. - Empfehlung!
Faszinierend läßt Regisseurin Nicole Metzger Geschichte erleben. Wie Momentaufnahmen wird diese ins Geschehen verwoben. (...) Drei Schauspielerinnen verkörpern die Titelfigur. (...) Ein denkwürdiger Abend, der vorführt, dass auch in schlimmsten Zeiten ein besseres Leben möglich ist. Kurier-Wertung: **** (4 von 5 Sternen)
... toll war das .... Im Buch, wie auch in der Dramatisierung, der Inszenierung und im Spiel, entsteht ein unglaublich dichtes Sittengemälde, das mir in den Grundstrukturen noch immer keineswegs überwunden scheint, jedenfalls nicht völlig. ... ein faszinierender Abend.
Ein harsches Frauenschicksal aus gar nicht so ferner Vergangenheit ... Mit faszinierend einfachen Mitteln hat Nicole Metzger diese in ihrer Art besondere Biografie ergreifend umgesetzt.
Vom Niemand zum Jemand - unbedingt ansehen! (...) Applaus bei der Premiere am 15. April mit einer gerührten Autorin Renate Welsh im Publikum, die Johanna vor dem Vergessen bewahrt hat. Nicole Metzgers Bühnenfassung stellt das Frauenschicksal in den Mittelpunkt - das Theater Spielraum ist dabei ein Garant für Inszenierungen, die nahegehen (bitte weiter so!). Entstanden ist ein wertvoller Beitrag gerade für spätere Generationen (...) Daher auch unbedingte Empfehlung für Schulklassen!
Eine ewig Kleingemachte lässt sich nicht klein kriegen. Meisterinnenhaftes Zusammenspiel in „Die alte Johanna“ ...Präzise, aber nicht technisch wie ein Uhrwerk, sondern empathisch, menschlich, mitfühlbar verkörpern die drei Schauspielerinnen die von Renate Welsh in ihrem gleichnamigen Roman ... porträtierte Frau. ... Die knapp mehr als 1¼-stündige, dichte – und doch Luft zum Atmen lassende – Inszenierung, deren Text praktisch ausschließlich aus Passagen aus dem Roman – und seinem Vorwort – besteht, besticht nicht zuletzt durch die Gleichzeitigkeit der drei Figuren als unterschiedliche Lebensphasen ein und derselben Person. ... Szenenfoto aus "Die alte Johanna" nach Renate Welshs Roman im Theater Spielraum (Wien-Neubau) Barbara Pálffy Szenenfoto aus "Die alte Johanna" nach Renate Welshs Roman im Theater Spielraum (Wien-Neubau) 06.05.2026 Eine ewig Kleingemachte lässt sich nicht klein kriegen Meisterinnenhaftes Zusammenspiel in „Die alte Johanna“ nach Renate Welshs Roman im Theater Spielraum. Dass in kleine(re)n Theater, die über kein großes Ensemble verfügen, Schauspieler:innen mehrere Rollen übernehmen müssen, auch in großen Häusern solches mitunter bewusst eingesetzt wird, ist üblich. Was aber im Theater Spielraum in er Wiener Kaiserstraße in „Die alte Johanna“ passiert, ist besonders bemerkenswert: Die Titelfigur in ihren verschiedenen Lebensphasen ist auf drei Schauspielerinnen aufgeteilt, aber nicht durchgehend, sondern wechselhaft. Was vom Programmheft und damit der Papierform nach ein wenig verwirrend wirken mag, lösen aber Brigitte West (alte Johanna / auch Johannas Mutter), Christine Koppitsch (mittlere Johannna und noch Tochter Martha und weitere Rollen) sowie Fanny Fuhs (junge Johannna und weitere Rollen) in der Inszenierung von Nicole Metzger meisterinnenhaft. Szenenfoto aus Barbara Pálffy Szenenfotos aus „Die alte Johanna“ nach Renate Welshs Roman im Theater Spielraum (Wien-Neubau)… Szenenfoto aus Barbara Pálffy Prev Next 1 2 Exemplarisches Frauenleben Präzise, aber nicht technisch wie ein Uhrwerk, sondern empathisch, menschlich, mitfühlbar verkörpern die drei Schauspielerinnen die von Renate Welsh in ihrem gleichnamigen Roman (2021 als Art Fortsetzung und Weiterschreibung ihres ursprünglich als Jugendbuch verfassten Romans „Johanna“, 1984) porträtierte Frau. In dieser Lebensgeschichte einer realen Frau arbeitet die bekannte Schriftstellerin aus den echten, authentischen Erlebnissen einer Nachbarin des niederösterreichischen Wochenendhauses Vieles heraus, das exemplarisch für Schicksale vieler Frauen, besonders aus sozial (sehr) benachteiligten Verhältnissen charakterisierte. Und dazu verwebte Welsh noch fast beiläufig Zeitgeschichtliches wie Nazidiktatur und in erwähnten Nebenfiguren Mittäter, die auch in der zweiten Republik Karriere machten. Szenenfoto aus Barbara Pálffy Szenenfotos aus „Die alte Johanna“ nach Renate Welshs Roman im Theater Spielraum (Wien-Neubau)… Szenenfoto aus Barbara Pálffy Szenenfoto aus Barbara Pálffy Prev Next 1 2 3 Gleichzeitigkeit unterschiedlicher Lebensalter Die knapp mehr als 1¼-stündige, dichte – und doch Luft zum Atmen lassende – Inszenierung, deren Text praktisch ausschließlich aus Passagen aus dem Roman – und seinem Vorwort – besteht, besticht nicht zuletzt durch die Gleichzeitigkeit der drei Figuren als unterschiedliche Lebensphasen ein und derselben Person. Besonders sicht- und spürbar in manch auffälligen Szenen. Bei der Erinnerung an erste zarte Verliebtheit und einem Wangenkuss der alten Johanna an den Mann. Oder bei einer Ohrfeige, die das Kind an einer Ecke der Bühne angedeutet kriegt und es ganz entfernt am anderen Ende klescht. Die verschiedenen Männerrollen – Ehemann Peter / Sohn Thomas / Knecht Ferdl / Filialleiter – bzw. Gemeindearzt / Lehrer / Lahnhofer / Verwandtschaft / Der Tod / übernehmen Simon Brader und Adrian Stowasser. Wuchtig steht in einer Ecke ein Teil eines Dachstuhls. Eine – realisierte – Idee der Bühnenbauer J-D und Sam Schwarzmann. „So was musste sein“, sagen sie im Gespräch nach der Premiere und über eine Online-Plattform haben sie dann einen solchen auch aufgetrieben. Der steht aber nicht nur dekorativ in der Ecke, sondern wird immer wieder auch bespielt. Für die passenden Kostüme sorgte – wie (nicht nur) in diesem Theater praktisch immer Anna Pollack. Szenenfoto aus Barbara Pálffy Szenenfotos aus „Die alte Johanna“ nach Renate Welshs Roman im Theater Spielraum (Wien-Neubau)… Szenenfoto aus Barbara Pálffy Szenenfoto aus Barbara Pálffy Prev Next 1 2 3 Lernen wichtiger als Besitz Das Spannende an Roman und auch der Inszenierung ist, dass die Johanna aber trotz aller Diskriminierung, Benachteiligung – „viel zu lange viel zu viel gefallen lassen“ – und trotz des überbordenden Kleinmachens durch andere, ihre Würde bewahrt, sich nicht klein kriegen lässt. Deswegen war sie nach der Schulpflicht weggegangen, „im Glauben daran, dass etwas lernen vielleicht so gut wäre wie etwas haben…“ Bei der Premiere wirkte übrigens ein kleines technisches Missgeschick – als die drei Johannas zu Beginn im gleichen Takt mit ihren Besen kehren und darüber sinnieren, fielen zwei Mal Besen von der Stange – als wäre es ein szenischer Protest gegen dieses ewige kehren müssen; noch dazu wo das englische „care“ (Sorge, Pflege) akustisch ähnlich klingt 😉 Schriftstellerin Renate Welsh applaudiert den Schauspieler:innen Heinz Wagner Applaus von Autorin Renate Welsh für die Leistung der Schauspieler:innen und des gesamten Teams der Inszenierung nach ihrem Roman „Die alte Johanna“… Schriftstellerin Renate Welsh applaudiert den Schauspieler:innen Heinz Wagner Verbeugung des Teams - auf und hinter der Bühne Heinz Wagner Verbeugung des Teams - auf und hinter der Bühne Heinz Wagner Verbeugung des Teams - auf und hinter der Bühne Heinz Wagner Verbeugung des Teams - auf und hinter der Bühne Heinz Wagner Verbeugung des Teams - auf und hinter der Bühne Heinz Wagner Verbeugung des Teams - auf und hinter der Bühne Heinz Wagner Verbeugung der Schauspieler:innen Heinz Wagner Verbeugung der Schauspieler:innen Heinz Wagner Verbeugung der Schauspieler:innen Heinz Wagner Verbeugung der Schauspieler:innen Heinz Wagner Gegenseitiger Applaus des Teams und die Schriftstellerin Heinz Wagner Gegenseitiger Applaus des Teams und die Schriftstellerin Heinz Wagner Gegenseitiger Applaus des Teams und die Schriftstellerin Heinz Wagner Gegenseitiger Applaus des Teams und die Schriftstellerin Heinz Wagner Gegenseitiger Applaus des Teams Heinz Wagner Gegenseitiger Applaus des Teams Heinz Wagner Gegenseitiger Applaus des Teams Heinz Wagner Gegenseitiger Applaus des Teams Heinz Wagner Gegenseitiger Applaus des Teams Heinz Wagner Nicole Metzger (Regisseurin) und Renate Welsh (Autorin) Heinz Wagner Theater-Co-Leiterin Nicole Metzger, die den Roman von Renate Welsh (rechts) dramatisierte und inszenierte… Nicole Metzger (Regisseurin) und Renate Welsh (Autorin) Heinz Wagner Prev Next 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 Lob der Autorin Die Premiere wurde übrigens geadelt durch die Reaktion der Autorin Renate Welsh, die dem Team heftig Applaus spendete, auf die Bühne kam, sichtlich erfreut und bewegt war, mit den Worten: „Ihr ward’s unglaublich toll, ihr habt die Johanna, die für mich immer noch lebendig ist, noch lebendiger gemacht!“ Und danach sagte sie zu Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… : „Vor allem hab ich erlebt, dass die alle großartig miteinander gespielt haben, immer aufeinander eingegangen sind.“

Publikumsstimmen

Wir sind noch immer hingerissen von der gestrigen Aufführung. ... der Gedanke, drei Johannas auf die Bühne zu stellen, ist einfach genial. Dass diese dann auch andere Rollen ausfüllen ist, nicht nur der schauspielerischen Notwendigkeit geschuldet, sondern einfach ein tolles Konzept. Was mich besonders begeistert hat, ist das Spiel auf der Bühne. Es war immer fast selbstverständlich – und das ist bei einer Regie nicht immer der Fall. Und überhaupt, das Team war großartig. Über das Bühnenbild brauchen wir nicht gesondert zu sprechen, es was wie immer unglaublich einfach und passend. Die Leintücher als symbolhafte Dekoration und gleichzeitig Gelegenheit für Abgänge und Auftritte muss man erst einmal gedanklich erfinden! (...) , alles war klar „verständlich“. Was kann man besseres zu einem Stück (es ist ein neues Stück und keine einfache Übertragung!), einer Autorin (nicht nur Dramaturgin) und einer Regisseurin sagen. Besonders ist auch, dass Renate Welsh sich sichtlich gefreut hat. Das ist auch nicht selbstverständlich, denn als Autorin hat man vielleicht andere Erwartungen und kann leicht enttäuscht sein (...).Was ich gar nicht erwähnt habe ist der einfühlsame Schluss, mit dem Abnehmen der Leintücher, woraus dann eine Leere, eine Verlorenheit auf der Bühne entstand, wunderbar (...)
Dr. H.K. per mail 16.4.2026
Danke für eine ausgezeichnete Vorstellung von "Die alte Johanna", die ich 1. Reihe fußfrei ansehen durfte. Obwohl nur eine "Routinevorstellung" war das Schauspiel so überzeugend von den Schauspielern dargebracht! Es hat die Erinnerung an meine Kindheit auf einem Mühlviertler Bauernhof (als Wiener Kriegskind) sehr in Erinnerung gerufen. Die schauspielerische Leistung (besonders in den Frauenrollen) war hervorragend!
R.T. per mail 18.4.2026
Herzliche Gratulation sowohl zur Inszenierung als auch zur schauspielerischen Leistung des Ensembles. Wir waren begeistert.
A.B. per mail
6., 7., 8., 9. 5 ausreserviert - Warteliste - eventuelle Restkarten an der Abendkasse!

Termine

15. April 2026, 19:30
15. April bis 9. Mai 2026, jeweils Mittwoch bis Samstag 19:30

Schauspiel

Simon Brader
Fanny Fuhs
Mara Christine Koppitsch
Adrian Stowasser
Brigitte West

Produktion

Bühnendramatisierung/Inszenierung:
Nicole Metzger
Bühne:
J-D und Samuel Schwarzmann
Kostüme:
Anna Pollack
Licht:
Tom Barcal
Fotos:
Barbara Pálffy
Rechte:
Thomas Sessler Verlag Wien
Der Roman erschien :
im Czernin Verlag