EIGENPRODUKTION

"1984"

George Orwell - Wiederaufnahme

Wiederaufnahmen unserer Erfolgsproduktionen im September/Oktober 2026!

neue Kritik ioco.de Marcus Haimerl:

Mit vergleichsweise sparsamen Mitteln gelingt dem Theater SPIELRAUM so ein intensiver, atmosphärisch dichter und von einem präsenten Ensemble getragener Abend. Nicole Metzger verdichtet Orwells komplexen Roman, ohne ihn auf seine längst sprichwörtlich gewordenen Schlagworte zu reduzieren. Dass man „Big Brother is watching you“ schon unzählige Male gehört hat, macht die Begegnung mit der Welt, aus der dieser Satz stammt, keineswegs harmloser.
Vielleicht liegt gerade darin die nachhaltigste Wirkung dieser „1984“-Inszenierung: Sie erklärt ihrem Publikum nicht, warum Orwell noch immer etwas mit unserer Gegenwart zu tun hat. Sie vertraut darauf, dass man es selbst erkennt. Und genau deshalb begleitet einen dieser Theaterabend noch über den letzten Satz hinaus.

 

„fulminant (…) Wenn Samuel Schwarzmann als Winston nervös seine Gedanken in einem schwarzen Notizbuch festhält oder bedrohliche Gestalten zum allgemeinen Hass Aufstellung nehmen, fühlt man sich sofort im Fokus des ,,Großen Bruders“, der alle und alles überschaut. Beklemmung pur. Jeder verrät jeden. Famos verkörpert Peter Pausz O’Brien, den Schergen des ,,Big Brother“, der sich seinen künftigen Opfern als vermeintlicher Widerstandskämpfer ausgibt. Jede und jeder im Ensembie (Julia Handle, Dana Proetsch und Gabriel N. Walther) überzeugt. Aufführungen, wo man gebannt nur das Geschehen auf der Bühne verfolgt, obwohl man die Handlung kennt, sind rar. Umso faszinierender, eine solche zu erleben. Kurier Wertung: 4,5 Sterne von 5
„Eine mehr als gelungene Premiere am Theater SPIELRAUM.(…) Zeitlos. Diese Parabel wider totalitäre Regime (jeder Art) (…). Dort, wo Fakten durch Meinung ersetzt werden, wo Mensch und Wille gebogen werden, bis beides bricht. Eine Bühnenbearbeitung, de die Essenz des Textes noch kompromiert, zerlegt und in fünf „Rollen“ verteilt wieder zusammenstzt. Sehr stark auch die schauspielerische Realisierung auf der Bühne (…)
Dystopischer Klassiker zu Fake-News wirkt so brandaktuell (…) Das präzise, oft fast entpersönlichte Schauspiel des Ensembles als auf Konformität gestrickte Bürger:innen Ozeaniens in „1984“, lässt immer wieder auch kalte Schauer über den Rücken laufen. (…) Die Theater-Spielraum-Fassung konzentriert sich auf die auch heute nicht minder wichtige und wahrscheinlich noch viel präsentere Verdrehung von Wahrheit(en), aktuell „Fake News“ genannt. (….)

Publikumsstimmen

Danke für diesen besonderen Abend! Es hat mich dazu gebracht, noch intensiver über die Vernichtung unserer „Altsprache“ und den Verlust von Wörtern und Begriffen und die Erzeugnisse unserer Neusprache nachzudenken. (…). So soll ein Theaterabend sein: einnehmend, beeindruckend und nachdrücklich nachdenklich machend!
G.K, per email
4 + 4 ist natürlich 5
– es ist erschreckend, wie aktuell dieses Thema heute ist. Beginnend von der politischen Weltlage, über Big Brother is watching you bis
zur Verödung der Sprache. – ausgezeichnet die Aufführung, ein Lob auch an die Schauspieler.
W.K., per mail
Es ist für uns Laien unglaublich, wie man aus einem Roman von knapp 400 Seiten ein so dichtes Stück von 90 Minuten entwickeln kann. (…) Es ist für mich ebenso unglaublich, wie man daraus eine solche Inszenierung gestalten kann, natürlich mit tollen Schauspielern, Aber auch die Kombination mit Licht, Bild und Ton ist für uns einfach unbegreiflich, dass so etwas im Kopf einer Regisseurin entstehen kann. Und dann – wie kann man denn so etwas proben? Und schließlich ist es unglaublich, wie sich das Publikum vor dem Eingang „gestaut“ hat. Wir freuen uns über den tollen Theatererfolg. Aber eines muss man schon sagen. Donald T. hat auch etwas dazu beigetragen. … Auch an den Gestalter des Programmhefts: Wie findet man solche Beiträge? … Auch diese Texte sind eindrucksvoll zum Stück passend.
H.K. per email
Vielen Dank für den interessanten und sehr eindringlichen Abend gestern. Wie schön, dass es so erfolgreich läuft! Auch Ihr Programmheft ist immer eine wirkliche Bereicherung.
S.C. per mail

Kritik

Mit vergleichsweise sparsamen Mitteln gelingt dem Theater SPIELRAUM so ein intensiver, atmosphärisch dichter und von einem präsenten Ensemble getragener Abend. Nicole Metzger verdichtet Orwells komplexen Roman, ohne ihn auf seine längst sprichwörtlich gewordenen Schlagworte zu reduzieren. Dass man „Big Brother is watching you“ schon unzählige Male gehört hat, macht die Begegnung mit der Welt, aus der dieser Satz stammt, keineswegs harmloser. Vielleicht liegt gerade darin die nachhaltigste Wirkung dieser „1984“-Inszenierung: Sie erklärt ihrem Publikum nicht, warum Orwell noch immer etwas mit unserer Gegenwart zu tun hat. Sie vertraut darauf, dass man es selbst erkennt. Und genau deshalb begleitet einen dieser Theaterabend noch über den letzten Satz hinaus.
ermäßigtes Kombiangebot für "1984" und "Spiegel"!
ACHTUNG Donnerstag 8.10. ausreserviert, Restkarten an der Abendkassa!

Termine

22. September 2026 19:30 h
22. September bis 10. Oktober Di-Sa 19:30 h

Schauspiel

Julia Handle
Peter Pausz
Dana Proetsch
Samuel Schwarzmann
Gabriel N. Walther

Produktion

Bühnenfassung und Regie:
Nicole Metzger
Bühne:
Raoul Rettberg
Kostüm:
Anna Pollack
Video:
Robert G. Neumayr
Licht:
Tom Barcal
Fotos:
Barbara Pálffy