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Kartenreservierung / Preise

Kooperation
taschenspielerinnen [theaterverein]

9. (Premiere) bis 11. und 14. bis 18. September 2021 - 19.30 Uhr - ACHTUNG: Dienstag 14. ausreserviert!

ATMEN

Duncan Macmillan

Wer will heute noch ein Kind? Die Erde ist überbevölkert, die Rohstoffe werden knapp, die Wirtschaft kollabiert. Ein Einwand folgt dem nächsten, als sich ein junges Paar an der Kasse bei Ikea die Frage nach einem Baby stellt, das sich beide dennoch wünschen. Doch sollten nicht gerade gute, verantwortungsbewusste Menschen, die Fairtrade kaufen, den Müll trennen und Filme im Original mit Untertiteln schauen, darauf verzichten, durch ihre Vermehrung zum Untergang des Planeten beizutragen? Oder genau das Gegenteil? Und wie verändert ein Kind das eigene Leben, welche Einschränkungen bedeutet es, im Beruf wie in der Freizeit?
In einem raffiniert verschachtelten Dialog, der zwischen zwei Repliken manchmal ganze Jahre überspringt, verhandelt Duncan Macmillan leichthändig die großen Daseinsfragen von der Wiege bis zur Bahre: von Panik über Euphorie bis zu Ernüchterung reicht die Skala der Gefühle...

mit Lara Bumbacher und Clemens Fröschl

Regie: Nicole Metzger

Dauer: 70 min

Aufführungsrechte: Rowohlt Theater Verlag, Hamburg.
Übersetzung Corinna Brocher

Infos: www.taschenspielerinnen.com
Kartenreservierung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kritken: "Fröschl und Bumbacher beherrschen das Spiel aus Nähe und Distanz perfekt...atemberaubende Schnelligkeit, minimalistisch und höhst aktuell" -sophie kronberger - NÖN 15.09.2021

"intensives Spiel:.." Heinz Wagner kijuku.at

siehe auch Kultur und Wein

Ikea sRGB 300dpi 1

Eigenproduktion
13. Oktober (Premiere) bis 16. und 19. bis 23. Oktober
17. bis 20. November, 19.30h
Wegen des neuen lockdowns sind die Vorstellungen von 24. bis 4. Dezember  ABGESAGT - ob wir diese Vorstellungen nachholen können, wissen wir noch nicht!
 ebenso ABGESAGT Ö1 Intro Theater-Exzess 

VENUS IM PELZ

(Venus in fur)
von David Ives
Deutsch von Michael Raab . Aufführungsrechte bei Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG, Berlin | www.felix-bloch-erben.de

Vor genau 150 und 1 Jahren erschien erstmals die Novelle „VENUS IM PELZ“ des österreichischen Autors Leopold Sacher-Masoch, aus dessen Namen sich der Begriff „Masochismus" herleitet: eine „Verbindung erduldeter Grausamkeit und Gewaltthätigkeit mit Wollust“ (1886).
Jetzt hat ein junger Theaterregisseur diese Novelle dramatisiert und sucht nach einer Hauptdarstellerin. Nachdem beim Casting keine Bewerberin für die Rolle der Wanda seinen künstlerischen Vorstellungen entspricht, verfällt er in Depression. Da taucht noch eine letzte Kandidatin auf, und es beginnt ein Verwirrspiel um Fiktion und Realität, um Macht und Ohnmacht, um Geschlechterrollen und Obsessionen, in dem am Ende nichts mehr so ist, wie es scheint.
Ein geistreicher Beitrag zur Gender-Diskussion, vor allem aber zur Kunst des (Schau-)Spielens - auf der Bühne und im Leben.

Nach vielen eigenen, streng am Originaltext orientierten Literaturdramatisierungen nimmt sich Regisseur Gerhard Werdeker diesmal die Theaterfassung des amerikanischen Autors David Ives vor, der sich – durchaus auch ironisch – mit den Mühen und Zwängen eines von seinem Stoff besessenen Theatermannes auseinandersetzt und daraus, neben und aus der Erzählhandlung heraus, ein spannendes Psychoduell entwickelt.

mit Selina Ströbele und Christian Kohlhofer

Inszenierung: Gerhard Werdeker
Bühne: Dimiter Ovtcharov und Markus Filgut
Kostüm: Anna Pollack
Licht: Tom Barcal
Abendtechnik: Daniel Leitner
Fotos: Barbara Pálffy >>> mehr auf facebook

Kritik >>>
european-cultural-news: "Prickelnde Erotik kann auch intelligent sein. 'Venus im Pelz' von David Ives in einer Inszenierung im Theater SPIELRAUM...beschert dem Publikum eine geballte Ladung Verbalerotik, gemischt mit einer schauspielerischen Glanzleistung....Immer wieder kippt das Geschehen vom Spiel auf einer möglichen, noch imaginierten Bühne, in einen realen-oder doch nur vermeintlich realen Dialog (?) zwischen Mann und Frau..."
Kijuku.at: "Spiel um (Macht-)Spiele auch am Theater...gespielt in einer packend-berührenden Art und trotz der Länge - fast zwei Stunden ohne Pause - kurzweilig auf der Achterbahn der Gefühle-"
Kultur und Wein: Die Realität des Hearings und erdichtete Handlung vermischen sich bis zur Unkenntlichkei...Der amerikanische Theaterautor David Ives hat mit „Venus im Pelz“ ein vielschichtiges Drama geschaffen, das lediglich zwei Schauspieler braucht, um die ganze Welt von Liebe, Erotik und in diesem Fall von prickelnden Perversionen infrage zu stellen, wenn nicht sogar zu erschüttern....
Falter: "In der Regie Gerhard Werdekers machen sich Selina Ströbele und Christian Kohlhofer einen boulevardesken Jux aus dem intimen Zwei-Personen-Drama."

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Gastspiel open house theatre
10. bis 14., 17. bis 21. Mai 19.30h
ACHTUNG! Leider müssen die Vorstellungen 17. bis 21. Mai krankheitsbedingt abgesagt werden! Wenn Sie schon Karten gebucht haben, wird das Team von open house theatre Sie umgehend kontaktieren!!! >>>

APARTMENT 3 A

alle Infos https://www.openhousetheatre.at/

 

Gastspiel ergo arte
28. und 29. Oktober 2021 – 19.30 Uhr

DER LECHNER EDI SCHAUT INS PARADIES

Jura Soyfer

Seitdem es Arbeit gibt, schafft Arbeit die Arbeit ab.
Der Lechner Edi ist arbeitslos. Wegrationalisiert. Der Motor, der ihm seine Arbeitet erleichtert hat, hat ihn unnötig gemacht. Wer keine Arbeit hat, kann auch keine Waren kaufen: Also ist auch der Motor ausrangiert. Wo nimmt das Übel seinen Anfang?
Gemeinsam mit Edis Freundin Fritzi begeben sich die beiden Arbeitslosen vom Jahr 1936 aus auf eine turbulente Zeitreise.
In einem komödiantischen Spiel mit Musik wird die Frage untersucht, ob Humanität und Fortschritt einander ausschließen.

Mit David Czifer, Mara Koppitsch, Max Mayerhofer

Regie: Peter Pausz

Foto: Nikolaus Similache

Dauer: 90 min
Karten: 20 Euro
ermäßigt - (Ö1-Club, wien.at): 18 - Schüler*innen: 14


Karten:IMG 0227

Gastspiel Momomento
8. (Premiere AUSRESERVIERT),
12., 13. November 20:00
  - für diese beiden Vorstellungen können noch Karten reserviert werden!
14. November 18:00 (AUSRESERVIERT, Warteliste)

IN YOUR FACE

Es wird empathisch: Zwei Frauen werfen die Frage auf, wie wir als Menschen miteinander umgehen und welche Formen der Kommunikation wir verwenden.
Eine wunderbare Geschichte voller Liebe, Spannung und Virtuosität.
Momomento realisiert seit 2016 narrative Zirkusstücke. Artistik, Tanz und Schauspiel verschmelzen zu einem ausdrucksstarken Gesamtkunstwerk. 

Darstellung: Ruth Biller, Melanie Möhrl

Outside Eye: Maria Sendlhofer
Musik: Philipp Schörghuber
Kostüme: Sarah Kučica

IYF3 1

Eigenproduktion
Montag 10. Jänner 2022 (Premiere - AUSRESERVIERT), 11. Jänner bis 5. Februar 2022, jeweils Dienstag bis Samstag 19.30h

TRANSIT

nach dem Roman von Anna Seghers

Dramatisiert von Reto Finger - Verlag Gustav Kiepenheuer Berlin
Für das Theater SPIELRAUM bearbeitet von Nicole Metzger

Anna Seghers Roman „Transit“ handelt von Flüchtlingen, die im Marseille der 1940er-Jahre auf eine Reisemöglichkeit nach Übersee warten. Ihr Leben ist eine ständige Jagd nach den nötigen und nie vollständigen Papieren. Die zermürbende Unsicherheit, was die Zukunft bringen wird, lässt sie in einer Zwischenwelt leben, leicht verliert sich das Gefühl für die Wirklichkeit und für Zweck und Ziel der Flucht. Kafkaeske Begegnungen fühlen sich in dieser Stimmung des Übergangs leicht wie Liebe an, ein irrwitziger und zeitloser Totentanz der "Abfahrtsbesessenen" beginnt.

"Ein Transit, das ist die Erlaubnis, ein Land zu durchfahren, wenn es feststeht, dass man nicht bleiben will."
 

mit Christian Kohlhofer, Veronika Petrovic, Julia Sailer, Johannes Sautner, Samuel Schwarzmann

Inszenierung: Nicole Metzger
Bühne/Kostüm: Anna Pollack
Outside eye Choreographie: Ruth Biller
Licht: Tom Barcal
Abendtechnik: Daniel Leitner
Foto: Barbara Pálffy

#landausschnellkritik >>>

Kritik kijuku Heinz Wagner „Transit“ dreht sich (…) um diese oft schier unendlich lange dauernde Phase einer Zwischenwelt, des Waaaaarten-müssens, des Ausgeliefertseins den Schikanen von Bürokrat:innen (…) Und genau das – samt der hin und wieder aufpoppenden Situationskomik oder des einen oder anderen Wortwitzes, Sprachspiels – vermittelt nicht nur der Text (Dramatisiert von Reto Finger), sondern auch die Inszenierung (Nicole Metzger) im kleinen, feinen Theaters Spielraum (Motto: „Wir nehmen Texte beim Wort“). (….)„Transit. Vergangenheit und Zukunft. Und in der gewöhnlichen Sprache Gegenwart“, intoniert der Chor knapp vor dem Ende – und verstärkt damit auch die teils skurrile, fast absurde und doch sehr nahegehende Art der Erzählung – im Roman und auf der Bühne.

Publikumsstimmen:
"Die bittere Wahrheit ist als Groteske maskiert, nicht überhöht, nur anders angezogen, geschwärzt....... Beinahe wäre es sich ausgegangen, beinahe wären sie raus gekommen, beinahe hätte er überlebt, beinahe hätte ich ihr die Wahrheit gesagt. ... beinahe ist man froh, wenn das Stück aus ist, denn beinahe unterläuft diese Inszenierung unsere Abstumpfung.
Danke für diesen Abend, auch wenn er im eigenen Gewissen wehtut. Ich bin immer wieder der naiven Ansicht, dass Kunst etwas bewegen (wollen) sollte. Mich hat es heute bewegt"
.
M.P. 10.1.22 per mail
 
"TRANSIT war sehr beeindruckend und großartig gespielt. Die schwarze anonyme Masse - gelegentlich durch einfache Attribute personalisiert -hat das Grauen (unverändert leider immer noch gültig) auf den Punkt gebracht... Kultur pur auf höchstem Niveau, CHAPEAU!
H.G.  17.1.22, per mail

transit hat mir wesentlich mehr als bloss gefallen, ist mMn eine der besten spielraum-produktionen der letzten jahre!!!! thematisch-inhaltlich passt voll zu eurem programm, als inszenierung ist es  aber recht innovativ. (...) ganz schön viel getraut!!!!!! kostüme und bühne sind sensationell, und dass ich auf choreinsätze stehe, habe ich schon(...)verraten... darum... 😉 ich komme wieder!
I.S. 20.1..22 per mail

Es war grandios 👍👏👏👏👏 Tolle Schauspieler, tolle Inszenierung, sehr passende Bühne, Kostüme, Choreografie - einfach super 🙌
D.M. 5.2.22 per mail


 

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Gastspiel Schauspielakademie Elfriede Ott
14. und 15. Februar, 19.30h

HYSTERIKON

von Ingrid Lausund

Mit: Amanda Deng-Pauritsch, Sophia Greilhuber, Stefanie Harms, Sophie Hörlezeder, Marion Leiter, Sophia Plätzer, Anna Slavicek, San Trohar, Theresa Voith

Regie, Dramaturgie: Peter Raffalt
Alle Infos und Kartenreservierung ausschließlich via
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Gastspiel ergo arte
Donnerstag 17. und Freitag 18. Februar 2022, 19.30h

REIGEN

von Arthur Schnitzler

...schildert das Wechselspiel von Macht, Verführung, Sehnsucht, Begehren, Enttäuschung und dem Verlangen nach Liebe, angetrieben durch die unerbittliche Mechanik des Beischlafs. Gezeichnet wird ein Bild der Moral und Unmoral in der Gesellschaft, das Publikum durchwandert dabei alle sozialen Schichten. Diese Analyse ist beklemmend, aber auch äußerst komisch: Sie bewegt sich spiralförmig zu den Abgründen der menschlichen Seele.

Mit Max Mayerhofer, Mara Koppitsch, David Czifer
Inszenierung: Peter Pausz
Foto: Nikolaus Similache

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Eigenproduktion  - Wiederaufnahme
Mittwoch 2. bis Samstag 5. März
Mittwoch 9. bis Samstag 12. März, 19.30h

VENUS IM PELZ

(Venus in fur)
von David Ives

Deutsch von Michael Raab . Aufführungsrechte bei Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG, Berlin | www.felix-bloch-erben.de

Ein junger Regisseur sucht verzweifelt eine Hauptdarstellerin für die Dramatisierung der 151 Jahre alten Novelle »Venus im Pelz« von Leopold von Sacher-Masoch. Als letzte Kandidatin taucht die geheimnisvolle Wanda auf…

mit Selina Ströbele und Christian Kohlhofer

Inszenierung: Gerhard Werdeker
Bühne: Dimiter Ovtcharov und Markus Filgut
Kostüm: Anna Pollack
Licht: Tom Barcal
Abendtechnik: Daniel Leitner
Fotos: Barbara Pálffy >>> mehr auf facebook

Kritikerstimmen:

Prickelnde Erotik kann auch intelligent sein.(...)  schauspielerische Glanzleistung (...). Immer wieder kippt das Geschehen vom Spiel auf einer möglichen, noch imaginierten Bühne, in einen realen-oder doch nur vermeintlich realen Dialog (?) zwischen Mann und Frau..." EUROPEAN CULTURAL NEWS
Spiel um (Macht-)Spiele auch am Theater...gespielt in einer packend-berührenden Art - kurzweilig auf der Achterbahn der Gefühle" KIJUKU.at
Ein vielschichtiges Drama, das lediglich zwei Schauspieler braucht, um die ganze Welt von Liebe, Erotik und in diesem Fall von prickelnden Perversionen infrage zu stellen, wenn nicht sogar zu erschüttern" KULTUR UND WEIN
„In der Regie Gerhard Werdekers machen sich Selina Ströbele und Christian Kohlhofer einen boulevardesken Jux aus dem intimen Zwei-Personen-Drama." FALTER

2021 10 11 KLEINvenus im pelz spielraum 2972021 10 11KLEIN venus im pelz spielraum 3862021 10 11KLEIN venus im pelz spielraum 3302021 10 11 KLEINvenus im pelz spielraum 6982021 10 11 KLEINvenus im pelz spielraum 520

Eigenproduktion
6. (Premiere) bis 30. April, jeweils Mittwoch bis Samstag 19.30h
Achtung: Freitag 22. geschlossene Vorstellung

AUS DER LUFT GEGRIFFEN oder
DIE GESCHÄFTE DES BARON LABORDE

Komödie von Hermann Broch

Große Krise, Existenzen ruiniert, da hilft nur Selbstmord! Doch wenn der nicht klappt, wie zu Beginn unseres Stücks, kann man danach umso fröhlicher weiterleben – mit den Luftgeschäften des Baron Laborde, der nicht nur den gebeutelten Banken, sondern auch der gelangweilten Bankierstochter frisches Leben einhaucht, ein Hochstapler in Geld- und Gefühlsangelegenheiten…

1934 wollte der österreichische Dichter Hermann Broch (1886 - 1951) seinen gewichtigen ernsten Werken, vor allem seinem Trauerspiel „Die Entsühnung“ etwas entgegensetzen und schuf eine meisterhaft geistreiche Komödie. Doch erst 1981 wurde es uraufgeführt, 1983(!) folgte die Österreichische Erstaufführung. Eine Rarität, die sich ihre Wiederentdeckung verdient hat!

Mit Raimund RRemi Brandner, Valentina Himmelbauer, Mario Klein, Christian Kohlhofer, Dana Proetsch und Martin Purth

Inszenierung: Gerhard Werdeker
Bühne und Kostüm: Anna Pollack
Licht: Tom Barcal
Fotos: Barbara Pálffy

Das Stück, das ich geschrieben habe, ist nämlich ein Schmarren, und ist trotzdem gut. Es ist ein ‚literarisches Wagnis‘ für das Theater geworden.“
HERMANN BROCH

Landaus Schnellkritik: "leidenschaftlich, wie alles, was man hier macht...stark im Spiel, alle (!)"

Kritik online-merker Dr. Renate Wagner "ein best gelauntes Darsteller-Sextett ...Ein schönes Chaos. Regisseur Gerhard Werdeker  lässt in einem witzigen Spielkarten-Bühnenbild von Anna Pollack seine Protagonisten geradezu choreographisch herumtänzeln –noch eine Drehung, noch ein Wechselschritt -, um klar zu machen, dass an diesem Gleichnis einer durch und durch korrupten Gesellschaft nichts ernst  zu nehmen ist. Martin Purth als Hochstapler „Baron Laborde“ glaubt man den mit allen Wassern gewaschenen Schurken ohne weiters, wobei es ihm gelingt, in seiner Wendigkeit nicht einmal unsympathisch zu werden. RRemi Brandner ist der Präsident eines Bankkonzerns, der überall Geschäfte wittert, auch wenn er weiß, dass es weder das Öl noch die Traktoren gibt, mit denen er auf Labordes Rat handeln würde. Bankdirektor Ruthart (Mario Klein) hat seine Zweifel an den Geschäften, macht aber trotzdem mit. Und ein witziger Hoteldirektor (Christian Kohlhofer) beobachtet nicht nur, sondern spielt bei der Sache auch mit – wenn es um Erotik geht. Denn da sind noch zwei Damen, sehr am Geld interessiert, sehr cool erwägend, welcher der verfügbaren Männer der finanziell potenteste ist. Das überlegt auch Agnes (Valentina Himmelbauer), die Tochter des Bank-Präsidenten, aber die wildeste Show als berechnendes Weibchen darf Dana Proetsch als „Baronin Stasi“ hinlegen, von der man nie wissen wird, ob sie mit Laborde nun eigentlich verheiratet war oder nicht. Egal, sie verlässt ihn sowieso. Es gibt einigen schrillen Unterhaltungswert an diesem hektischen Abend, der allerdings nie zu wirklichen Erkenntnissen über die Abgründe des Kapitalismus und seiner Manipulatoren führt. Man muß den „Baron Laborde“ nicht spielen, aber wer neugierig ist, dem mag es Spaß machen, ihm zu begegnen."

Kritik kijuku.at Heinz Wagner: "Amüsantes Theaterstück ... Bankenrettung ... könnte aktuell geschrieben sein ... Kurzweilig, amüsant und doch hin und wieder ein gewisses Schlucken, weil einem sehr aktuelle, reale „Luft“-Geschäfte (Stichworte WireCard oder Anna Soronkin, die russisch-deutsch-US-amerikanische Betrügerin in der High Society, deren Leben für 100.000e Dollar verfilmt wird) einfallen, spielt sich das kleine Ensemble (Regie: Gerhard Werdeker) durch die Komödie, in der der deklarierte Hochstapler noch die ehrlichste Figur zu sein scheint. Natürlich dürfen diverse, wechselnde Liebschaften nicht fehlen, die sozusagen Lug und Trug auf privater Ebene demaskieren."

Kritik Kultur und WeinKritik Kultur und Wein: "fein pointierte Sprache ... Wie ein Wirbelwind mischen Martin Purth als magisch dämonischer Baron André Laborde und dessen laszive Begleiterin Baronin Stasi (Dana Proetsch) das öde Dasein der Konsumenten des Börsenkuriers auf."

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